Die Welt verändern/zerstören.

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Lasst uns die Welt verändern! So etwas schreie ich tagein tagaus flüsternd durch die Gänge dieser Welt. Lasst es uns zumindest versuchen! Weil, wisst ihr, und das hört man ja nicht so oft, deswegen muss ich es auch heute noch einmal wiederholen, man denke nur an die Kinder! Ja, genau. An meine Kinder und Kindeskinder, man denke nur an sie! Wenn sie mich einmal fragen werden, warum ich nicht. Und ich dann nur: Na, weil, weißt eh. Die Welt verändern ist halt schwierig, so ist das eben. Und weißt du, liebes Kind oder Kindeskind, es sah damals ganz einfach wirklich nicht gut aus. Da hab ich mir gedacht: Für wen soll ich auch nur einen Funken Anstrengung vergeuden, ich, dieser unbedeutende Mensch, soll etwas verändern, während rundherum alles in die Brüche geht? Ich bin es leid, um wieder im Hier und Jetzt zu landen. Ich hasse es schon fast. Dieser Wunsch, irgendetwas Sinnvolles auf dieser Welt zu leisten und im Gegensatz dazu die täglichen Nachrichten, dass sich die Welt ein kleines Stückchen Weiter in Richtung Abgrund drängt. Und die Menschheit stündlich dümmer und verrückter erscheint. Da bin ich fast dazu verleitet, alles stehen und liegen zu lassen und an der eigenen Vernichtung mitzuarbeiten. Weil vielleicht werfen mir das meine Kinder und Kindeskinder später auch einmal vor. Sag mal, wo warst du eigentlich, als ihr die Welt zerstört habt? Und ich werde zu meiner Entschuldigung sagen: Ach weißt du, ich war da noch so naiv und gutgläubig. Ich wollte die Welt noch zum Guten verändern. Und dann werden wir alle lachen und weinen, trauern und feiern. Weil alles anders geworden ist, weil anders alles geworden ist. Und so furchtbar es heute auch aussieht, nichtsdestotrotz möchte ich sie immer noch verändern, diese zugrundegehende Welt, dieses verlorene Spiel, möchte ihn riskieren, diesen Kampf auf verlorenem Posten.

2 Kommentare

  1. Hallo Dominik,
    ich verstehe das sehr gut und ehrlich,
    auch ich denke oft so … !
    Trotzdem denke ich ist es wichtig, wertvoll und unerläßlich
    ständig an Veränderung zu arbeiten.
    An uns selbst arbeiten, wir koennen nur uns selbst,
    unsere Verhaltens-WEISE-n, unsere Gewohnheiten u.s.w. verändern.
    Und … ich denke vielleicht koennen wir Vorbild sein, so dass Menschen
    unser Tun nachahmen ….
    Alles Gute dir!
    Segen!
    M.M.

    1. Liebe Monika-Maria,

      Keine Sorge. Noch überwiegt der Veränderungswunsch. Auch wenn die Umstände mich oft dazu bringen, an Resignation zu denken. Es ist ein stetiges Auf und Ab. Aber naja, so ist wahrscheinlich einfach nur das Leben.

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