Meichy • Wortheldin Jänner 2015

Ich hole sie vor den Vorhang: Wer sind diese Worthelden, die mich mit ihren literarischen Texten auf ihren Blogs verzaubern? Diesmal hat Meichy mein 10 Wortheld-Fragen beantwortet.

Wer bist du und wenn ja, warum?

Ja, ich bin.
Meichy, eine 22-jährige Sozialarbeiterin in Ausbildung, die von großen Dingen in einer österreichischen Kleinstadt träumt und über das Leben und die Liebe zwischen Wein und Weinen schreibt.

Warum ich bin? Ich träume davon, die Welt zu verbessern. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich eher den Nobelpreis in Frieden oder Literatur anstreben soll. Vielleicht auch einfach beide.

Und wie viel davon steckt in deinen Texten?

Ich nutze meinen Blog nicht als Tagebuch, aber ich verarbeite sehr viele meiner Gefühle, Gedanken, Träume und Erlebnisse in meinen Texten. In vielen meiner Einträge steckt mein Herzblut. Man kann manchmal direkt, oft aber auch zwischen den Zeilen herauslesen, was mich bewegt. Wenn mich jemand darauf anspricht, behaupte ich zwar gerne, vieles sei Fiktion und berufe mich auf künstlerische Freiheit. Aber die Wahrheit ist, dass vieles von mir, meinem Wesen, meiner Persönlichkeit, ja, vielleicht sogar alles davon, irgendwie in meinen Texten steckt.

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Seit wann und warum schreibst du eigentlich?

Ich fing mit etwa 12 Jahren an, meine ersten Gedichte zu verfassen. Kurz darauf schrieb ich eine Geschichte, die etwa 60 Seiten umfasste.

Danach arbeitete ich weiter an Gedichten und Kurzgeschichten, bis ich mit 16 begann, erste Texte in einem Blog, der mittlerweile nicht mehr zugänglich ist, zu veröffentlichen.

Warum? Das Schreiben befreit mich. Ich kann dabei meiner Fantasie freien Lauf lassen, meine Kreativität ausschöpfen, eigene Erfahrungen verarbeiten und etwas erschaffen, das ich mit der Welt teilen möchte.

Was macht dich sprachlos?

Vermutlich sehr selten etwas, da Sprache, egal ob geschrieben oder gesprochen, mein Ventil ist.

Aber es gibt seltene Momente, die durchfahren mich bis in die Knochen, die berühren mich, erschüttern mich, erstaunen mich so sehr, dass selbst ich keine Worte mehr finden kann. Etwa wenn mir jemand so viel Vertrauen schenkt, mir sein neugeborenes Baby in die Arme zu legen.

Wo befindet sich dein kreativster Ort?

Viele Ideen für Texte entwickle ich, wenn ich unterwegs bin, oder wenn ich mit anderen spreche. Das sind aber oft nur kleine Blitzlichter, kurze Gedanken, die ich mir notiere, aber nicht weiter im Kopf bearbeiten kann.

Wirklich kreativ ausarbeiten kann ich sie dann erst, wenn ich in meiner gewohnten Umgebung, an meinem Schreibtisch sitze. Dort sprudelt es dann oft förmlich aus mir heraus.

Wer oder was inspiriert dich?

Was? Das Leben, die Liebe, seelische Schmerzen, beeindruckende Fotografien/Zeichnungen.

Wer? Meine beste Freundin, meine Schwester, einige Autorinnen/Autoren und Künstler/innen.

Profilbild

Wie viele Entwürfe verstecken sich in deinem Blog?

Derzeit etwa 20, die alle auf den richtigen Moment warten, veröffentlicht zu werden.

Bist du kreativer, wenn du glücklich oder wenn du traurig bist?

Das ist schwierig. Die Texte in meinem Blog sind meist entweder sehr ernst/melancholisch oder eher humorvoll (oder sollen es sein). Je nachdem, in welcher Stimmung ich bin, schreibe ich einen dementsprechenden Text.

Die kraftvollsten Texte, jene, die am meisten berühren, wurden aber mit Sicherheit in sehr schwierigen Lebensphasen verfasst.

Was ist dein ganz persönlicher, selbst geschriebener Herzenstext?

Da gibt es drei:

  • Fleisch“ – da ich diesen Text als meinen kraftvollsten sehe.
  • großes E großes R“ – weil es sich um eine wahre Geschichte handelt.
    – „Aufgelöst“ – einfach, weil mir dieser Text sehr viel bedeutet.

Welche drei literarischen Blogger möchtest du empfehlen?

Es ändert sich immer wieder, aber zurzeit lese ich am meisten bei

Meichy • Blog • Twitter • Facebook

(Die Illustrationen sind übrigens von Anna Aichmayr.)

6 Kommentare

  1. LIeben Dank, für die Nennung 🙂 Jetzt frage ich einfach mal, weil ich das Rätsel alleine anscheinend nicht gelöst bekomme. Wer ist nun Meichy? Eine 22jährige Sozialarbeiterin oder doch Dominik Leitner? Eine gespaltene Persönlichkeit oder ein Blogteam? Und: bin ich die einzige, die sich darüber wundert? Netter Gruß, Candy

    1. Also, ganz einfach erklärt: Dominik gehört dieser Blog hier – und der stellt mehr oder weniger regelmäßig literarische Blogger vor. Wie z.B. im Jänner dieses Jahres: Meichy, die 22jährige Sozialarbeiterin. 😉

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