Dominik las Dominik.

Am 22. März 2026 hatte ich nach einer gefühlten Ewigkeit (sieben Jahre!) wieder einmal eine Einzellesung – also einen Leseabend, der ganz mir allein gehörte. Die Bühne war das Café Anno im achten Wiener Gemeindebezirk. Genau dort war ich schon einige Male Teil einer größeren Lesung, bei denen ich ganz vorne unter der relativen warmen Lampe sitzen durfte, um Texte von mir vorzulesen, die in verschiedenen Literaturzeitschriften (&Radieschen, DUM und dem Morgenschtean) erschienen sind. Dieses Mal war es etwas anders – ich hatte eine ganze Stunde Zeit.

Im vergangenen Jahr habe ich so viel geschrieben wie schon lange nicht mehr, im vergangenen Jahre wurden auch so viele Texte von mir veröffentlicht wie noch nie innerhalb von 365 Tagen. Ein Grund dafür ist übrigens Michi, meine Frau, die mir als Motivatorin, Lektorin und ich vermute fast auch als größter Fan zur Seite stand. 2025 war auch das Jahr, in dem ich zuerst noch als Dominik Leitner und danach schon als Dominik Kurcsics in Literaturzeitschriften zu finden war. Und auf der Suche nach einem Titel für die Lesung habe ich mich vorerst für „Dominik liest Dominik“ entschieden.

Arbeitstitel haben so die Angewohnheit, dass sie zu gut sind – und deshalb hat die Lesung auch unter genau diesem Titel stattgefunden. Ich war aufgeregt, der Raum war voll, zwei alkoholfreie Bier sollten mich durchgehend davor bewahren, dass ich während des Lesens verdurschtete, und auch sonst war wirklich alles richtig, richtig schön!

Ich habe mir vorgenommen, Texte aus meinen drei Romanprojekten vorzulesen – habe aber dann im Eifer des Gefechts vergessen, das dritte Romanprojekt zu beschreiben. Also nochmal zur Erklärung: Das erste ist mein Nicht-loslassen-können-Projekt „Volle Distanz. Näher zu dir“ – eine Coming-of-Age-Zuggeschichte mit interessantem Aufbau, seit 18 Jahren in Arbeit. Daszweite ist „In höchsten Höhen. In tiefsten Tiefen.“, ein Projekt aus 2015, das ich auch nicht ganz liegen lassen kann. Und das dritte Romanprojekt namens „Würde ich“ (Arbeitstitel) entstand aus vier Teilen einer Dystopie, die allesamt im &radieschen veröffentlicht wurden.

Die Setliste:

  • Die andere Seite (zu finden im &radieschen #73)
  • Fünf Marün (zu finden im DUM #114)
  • Noah – Kapitel 1
  • Buried in Oblivion
  • Des oide Büdl im Spürgi (zu finden im Morgenschtean #88-89)
  • Emily Kapitel 1
  • Baustellenschauen 
  • Hoamatlaund. A Obrechnung (zu finden im Morgenschtean #86-87)
  • Temporäre Freiheit (einreicht)
  • Wummernde Stille (eingereicht)
  • Alles auf Anfang (zu finden im &radieschen #75)
  • Zugabe: Fahr einfach (eingereicht)

Dieses Bild zeigt mich übrigens dabei, wie ich mein allererstes Autogramm auf einen Text von mir gebe – den beiden einzigen Personen, die ich zuvor nicht gekannt habe. Leider habe ich es nicht geschafft, weiter mit ihnen ins Gespräch zu kommen, weil ich an dem Abend maßlos überfordert und die Tische abgewandert habe um mit allen zu reden – und leider die beiden schon weg waren als ich den Mut hatte, neue Bekanntschaften zu machen. Also falls ihr das lest: Schreibt mir gerne, ich freue mich, dass es euch so gefallen hat – vielleicht sehen wir uns ja bei einer weiteren Lesung!

Vielleicht gibt es 2027 dann sogar eine „Kurcsics liest Kurcsics“-Lesung – eine Lesung mit Dialekttexten von Michi, mir und wir würden dann auch Texte von Michis Oma lesen, die zu Lebzeiten selber Lyrik im Eigenverlag herausgebracht hat. Mal schauen!

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