Langsam verschwinden sie.

playing on the jetty arty

Langsam verschwinden sie immer mehr. Die Erinnerungen an diese Zeit. An die Unbeschwertheit vergangener Jahre. Die Konturen werden schwächer, Linien verlieren ihre abgrenzende Macht, der Kontrast lässt die Tiefe aus den Erinnerungsfragmenten verschwinden.

Die Geschichten bleiben noch etwas im Hinterkopf, werden aber, aufgrund der weniger werdenden Erinnerungen viel intensiver ausgeschmückt, als ihnen gut tun würde. Und wenn man sich all diese Geschichten schließlich zweckentfremdet hat, verlieren auch sie mehr und mehr an Bedeutung, weil sie nicht mehr das sind, was sie eigentlich sein sollten.

Das Lachen der Freunde, es war noch jahrelang im Gehörgang, wurde mit der Zeit immer leiser. Heute erinnert man sich nur mehr daran, wenn man es schafft, das Glück von damals wieder einmal zu spüren. Wieder einmal zu erleben. Und mit dem Lachen verschwinden auch die Gesichtszüge, der Mund, die Wangenknochen, die Augen. Das Gesicht wird eine farbliche Einheit, stumm, verloren.

Ich möchte sie festhalten, möchte in ihnen schwelgen, möchte sie wieder erleben. Aber langsam verschwinden sie. Immer mehr.

Bildquelle: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Steve Slater (Wildlife Encounters)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: