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Another Day • David Levithan

Wie kann Liebe funktionieren, wenn das Gegenüber jeden Tag im Körper einer anderen Person aufwacht?

Rhiannon liebt Justin. Warum genau weiß sie selber nicht, aber immer wieder gibt es diese Momente, wo sie sich schließlich ganz sicher ist. Daran hält sie sich fest, tagein, tagaus. Bis er mit ihr eines Tages die Schule schwänzt, zum Meer fährt und plötzlich ganz anders ist. Ihr zeigt, wie es ist, wertgeschätzt zu werden, geliebt zu werden, sich einfach nur glücklich zu fühlen. Das Problem? Nicht Justin war es, der diesen erinnerungswürdigen Tag mit ihr verbracht hat. Es war A, der an diesem Tag in Justins Körper aufgewacht war. A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf, nimmt für einen Tag diese menschliche Hülle in Besitz, möchte sich nicht zu sehr darauf einlassen. Das hat jahrelang geklappt, doch dann kam Rhiannon. Und immer wieder versucht er, in anderen Körpern, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Sie spüren die Verbindung, doch sie kommen auf keine Lösung, wie all das nur funktionieren kann.

David Levithan

David Levithan
geboren 1972 in Short Hill, New Jersey, USA

Weitere Werke:

Ich habe Every Day geliebt. Ein „Young Adults“-Buch mit starkem Science-Fiction-Einschlag ist ja nicht unbedingt selten, aber hier beschränkt sich die große Fiktion auf das Wandern von As Seele. Der Rest handelt von der Liebe, davon, was an einem Menschen wirklich wichtig ist, was man bereit ist, für jemand anderen zu tun. Was es braucht, um Vertrauen zu können. Und wie verrückt so manche Verbindung, so manche Beziehung auch ist. Every Day lässt den Leser am Schluss ratlos zurück. Als man gerade dabei ist, As Schicksal nach und nach auf die Schliche zu kommen, endet die Geschichte.

Deshalb habe ich mich unglaublich gefreut, dass mit Another Day ein zweiter Teil erscheinen soll. Schon vor Monaten vorbestellt, habe ich zumindest ein paar Antworten erwartet. Aber genau das liefert das Buch leider nicht: Es erzählt die Geschichte von A und Rhiannon – nur diesmal eben nicht aus As Perspektive, sondern aus jener von Rhiannon. Man kennt die grundsätzliche Geschichte, versteht aber diesmal viel mehr ihre Gedanken, ihre Beweggründe, ihre Hoffnungen und Ängste. Aber genau an dem Punkt, an dem A selbst auf der Suche nach seines Rätsels Lösung ist, endet auch dieses Buch. Das kann man natürlich kritisieren (und hiermit tu ich das auch etwas), aber trotzdem war es eine spannende Lektüre, welche ich in zwei oder drei Tagen verschlungen habe.

„No past. No future. Just present. Give it a chance.“

Another Day liefert wie gesagt nur bedingt Antworten, sondern erzählt die bekannte Geschichte, die Verbundenheit und Liebe zwischen Rhiannon und A, aus einer anderen Perspektive. Überraschend spannend, immer noch fesselnd. Aber sollte David Levithan ein weiteres Buch in dieser Reihe veröffentlichen, hoffe ich, dass dieselbe Geschichte nicht auch noch aus Justins Perspektive erzählt wird, sondern wir endlich mit einer wirklichen Fortsetzung erfreut werden.

David Levithan

Another Day

Electric Monkey

Preis: 9,20 Euro (Taschenbuch), 4,49 Euro (eBook) (Info zu Partnerlinks)

386 Seiten

 

Veröffentlicht in Literaturheld

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