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Tote Tauben nerven nicht • Jan-Uwe Fitz

Ein Taubenvergrämer vergrämt Tauben. Eigentlich.

Er ist ja fast schon so etwas wie eine Legende. Der große und vermutlich einzige Taubenvergrämer, immer noch auf der Suche nach der ersten Taube, die er erfolgreich vergrämen wird, lebt in einer Welt voll enormer Skurrilitäten. Mit seinem Wahnsinnsroman „Entschuldigen Sie meine Störung“ und seiner (nennen wir es mal so) Autobiografie „Wenn ich was kann, dann nichts dafür“ hat er sich in den Herzen Tausender Leser eingenistet und auch bei mir einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal ergattert. Und jedes Mal wieder erfreue ich mich, wenn er neue Worte zu gurren versucht – so wie mit seinem Episoden-Epos „Tote Tauben nerven nicht“.

JanUweFitz2Jan-Uwe Fitz
lebt in Berlin und füttert Blog & Twitter

Bisherige Werke:

Episoden-Epos bedeutet, dass seine epischen Erlebnisse nicht auf einmal offenbart werden, sondern Stück für Stück, oder Episode für Episode auf den Endgeräten der Nutzer landen. Deshalb werde ich diesen Artikel erweitern, um jede Episode ein kleines bisschen vorzustellen. Kaufen sollte man aber am Besten alles von ihm. (Und noch eine Empfehlung: Lieber gleich die ersten beiden Episoden auf einmal kaufen, weil dann kippt man so richtig schön rein.)

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Die bisherigen Episoden:

  • Episode 1: 1,49 Euro (eBook)
  • Episode 2: 0,99 Euro (eBook)
  • Episode 3: 0,99 Euro (eBook)
  • Episode 4: 0,99 Euro (eBook)
  • Episode 5: 0,99 Euro (eBook)
  • Episode 6: 0,99 Euro (eBook)
  • Episode 7: 1,49 Euro (eBook)

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Episode 1

Zu Beginn erzählt er aus dem Alltag eines Taubenvergrämers. Und davon, wie Inge Meysel in sein Büro kommt, weil sie eine Taube bei lebendigem Leibe verputzt hat, und diese nun wieder aus ihrem Körper rausbekommen möchte. Die Taube (sie spricht übrigens) weigert sich jedoch und so muss Herr Fitz all sein Wissen anwenden. Währenddessen erfährt er, dass sein Hausmeister am Besten in seinem Bett schlafen kann und er erzählt, dass er in seinen Jugendjahren auch mal als Senf gearbeitet hat.

Ich war nicht immer Taubenvergrämer. Ein paar Jahre lang war ich Senf. Es war nicht die schlechteste Zeit meines Lebens.

Episode 2

In diesem Teil tauchen alte Bekannte wieder auf. Wie z.B. die Hellseherin von der Fußgängerampel oder das Pensionistenpaar Meiser, bei denen Herr Fitz regelmäßig Amok läuft. Diesmal geht er mit Frau Meiser und seiner Axt sogar zum Metzger.

Bin mit Frau Meiser einkaufen. Wurde auch höchste Zeit, denn nach wochenlanger Geiselnahme hatten die Meisers so gut wie nichts mehr im Haus.

Episode 3

Nun wagt sich der Taubenvergrämer in sein Stammcafé, aus welchem er buchstäblich getreten wird und sich ein neues Stammcafé suchen muss. Danach erzählt er über seine Erlebnisse als Taube (warum er selbst zur Taube wurde, erfährt man in den Episoden davor) und ärgert sich über einen verhassten Mann, der dieselbe Parkbank als „Lieblingsparkbank“ betrachtet wie Herr Fitz. (Man hat es ja nicht leicht.)

Die Kellnerin nickt nachdenklich: „Einst Ratten der Lüfte, jetzt Teufel mit Federn! Diese Tauben. Das nenne ich Aufstieg. Und wir machen uns Sorgen wegen des Islams. Dabei sind die Tauben das wahre Problem. Darüber verlieren die feinen Medien kein Wort!“

Episode 4

Gibt es eigentlich schon Tauben-Apps? Das sind die großen Fragen, die Herr Fitz in Episode 4 zu beantworten versucht. (Beziehungsweise: Versucht er es überhaupt?) Frau Meysel, immer noch innerlich betaubt, begibt sich, da ihr die Taube eingeredet hat, sie sei ein Zugvogel, nach Kapstadt. Und schließlich gibt Herr Fitz ein Interview … immer noch als Taube.

„Sie paaren sich mit anderen Tauben?“
„Auch als Taube hat man Bedürfnisse.“

Episode 5

Verdammt. Es gibt sie also wirklich – jene Menschen, die alle bisherigen „Tote Tauben nerven nicht“-Episoden gelesen haben! Herr Menke ist so einer, und der will auch gleich sein Geld zurück. Im Anschluss erzählt er, wie es war, als er sein Taubenvergrämerimperium um zwei Kollegen erweitern wollte und das schon im Ansatz scheiterte (aber in einem schönen Bericht resultierte). Und, in Gedanken bei Frau Meysel, dann auch noch das:

Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe, aber als ich erwache, fühle ich mich wie neugeboren. Aber das Gefühl währt nicht lang, weil mein Schlafzimmer brennt.

Irgendwas ist ja immer.

Episode 6

Herr Fitz hat mal eben den Kontinent gewechselt: In dieser Episode unterhält er sich mit Frau Meysel, der Taube in ihrem Bauch und ihrer Urlaubsliebe an einem Tisch, ärgert sich über Sonnenuntergänge und erzählt davon, wie es war, als er noch nicht eitel war.

Überall schreien Menschen, weinen, jammern. Schwerverletzte schleppen sich aus ihren Wagen, Enthauptete irren auf der Suche nach ihrem Kopf umher, Entarmte, Entbeinte, Entwasauchimmerte suchen ebenfalls fehlende Körperteile, und ich denke spontan: Jetzt einen Prothesenhandel eröffnen.

Episode 7

„Eine Fortsetzungsgeschichte, die man nicht chronologisch lesen muss, weil sowieso nichts Interessantes passiert. Das ist doch praktisch.“ Das sind die Worte des Herrn Fitz, kurz nach Erscheinen von Episode 7. Aber seien wir mal ehrlich: Nie fesselte eine verschluckte Taube, eine Reise ans andere Ende der Erde und eine verbitterte Frau Meysel mehr als vor drei Episoden! Dieses Mal erfährt man, wie sich der Taubenvergrämer den schlimmsten aller Sonnenbrände eingefangen hat, er erzählt von seinem Tauben-Moby Dick (eventuell kommt jemandem dieser Teil der Episode bekannt vor) und spricht dann auch noch weltexklusiv mit Meysels Ex-Taube. 

Welche Ironie des Schicksals, denke ich mir, ich befinde mich im Land der Big Five (Elefant, Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn) und ausgerechnet eine popelige Taube verletzt mich, tötet mich vielleicht sogar. Das sieht mir mal wieder ähnlich.

 

Veröffentlicht in Literaturheld

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