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Schlagwort: Bett

Regina Schönleitner • Wortheldin Jänner 2018

Regina und ich sind seit Dezember 2016 auf Facebok befreundet. Und bis heute ist da viel passiert: So waren wir regelmäßig bei unserer Schreibgruppe „Die DienstagschreiberInnen“, haben zahlreiche Lesungen besucht (viele davon von Herrn Peichl) und bei der literarischen After Hour im Tischfußball oder Dart brilliert. Auch ein Ausflug in die Karaokebar zählte da 2017 dazu – im Oktober habe ich sie schließlich gefragt, ob sie beim Goldegg Book Slam die Rolle der Emily übernehmen möchte und mit mir als Noah meine 10 Minuten füllen möchte. Ihre beruhigende (und sehr humorvolle) Art, ihre berührende, ganz zarte Erzählstimme und ihre unglaubliches Talent, mit der Sprache umzugehen (wie man auf kommvorzone.com nachlesen kann), haben mich von Anfang an begeistert. Deshalb freut es mich besonders, sie als erste Wortheldin des frisch angebrochenen Jahres vorstellen zu dürfen.

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Nicht loslassen.

Der Mief des Vergessenen liegt in der Luft. Immer wenn ich den Schlüssel im Schloss umdrehe, die Türklinke runter drücke und die sich öffnende Tür mir den Weg ebnet, ist es der erste Gedanke, der mir in den Kopf kommt. Das haben Dachböden wohl so an sich, aber dieser Dachboden ganz besonders. Das Haus meiner Eltern ist alt. So richtig alt. Wäre es irgendein besonderes Gebäude, hätte man in einem der vergangenen Jahre wohl die 150-Jahr-Feier zelebriert. Weil das Haus hier aber nichts Besonderes ist, bekommt es lediglich hin und wieder ein paar neue Risse, die sich vom Dachstuhl bis zum Fundament durchziehen. Über die Jahre ist es leerer geworden, wir Kinder sind ausgezogen und jetzt gibt es da nur mehr meine Eltern, beide kurz vor der Pension und diese unzähligen leeren Zimmer. Manchmal mache ich mir Sorgen um meine Eltern, manchmal aber auch um das Haus.

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