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tanz.zwischen.welten • Peter Schaden (Hrsg.)

Was fällt zum Thema „tanz.zwischen.welten“ ein? Die Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2015 zeigt 15 ausgewählte Beiträge.

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In welcher Welt leben wir eigentlich? Oder lebt nicht ein jeder in seiner eigenen Welt? Wie kann man von einer Welt in die andere wechseln? Wie kann man stehenbleiben, verharren, den Weltenwechsel aufhalten? Was, wenn man nur selbst die anderen Welten sehen kann, wenn sie sich über die universelle Welt legen und vor den eigenen Augen eine ganz andere Szenerie erschaffen.

Jetzt bin ich gezwungen, mich zu verlieben. Ich liege in einem Krankenhausbett, Metallrahmen, gestärkte weiße Laken. Es riecht nach Desinfektionsmittel und Blut. In meinem Arm liegt ein Baby.

Als die Puppenhaut zerbrach von Pia Volk

Fünfzehn verschiedene Zugänge – vielfach Prosa mit düsterer oder melancholischer Stimmung, manchmal auch komplexe Gedicht-Verwirrungen. So wird man zwar nicht zum begnadeten Weltenbummler mit Dauerfernweh. Aber der Wechsel zwischen den Welten passiert ja meistens trotzdem oft genug.

Die AutorInnen und Autoren sind übrigens: Miriam H. Auer, Marco Frohberger, Stephanie Gräber, Zoe Jung, Olaf Kurtz, Angela Lehner, Anne Martin, Jeannine Meighörner, Jörn Reuter, Sofia dos Reis Rodrigues, Franz Schliedermann, Helge Streit, Christoph Szalay, Ingeborg Woitsch und Pia Volk.

PeterSchaden

Peter Schaden (Herausgeber)
geboren 1968 in Wien

Weitere Werke (als Herausgeber):

  • reisen.rasen.rasten (2014)
  • Lieber.Laster.Leidenschaft (2013)

Die fünfzehn Autorinnen und Autoren (im Alter von 15 bis 52 Jahren) liefern fünfzehn komplett unterschiedliche Zugänge zur Thematik. Manchmal unterscheiden sie die Welten ganz deutlich, stellen sie dar, machen sie sichtbar, ein anderes Mal nimmt es den Leser mit auf eine undeutliche Wanderung zwischen zwei Welten. Und wahrscheinlich ist es unprofessionell, aus 15 Beiträgen einen Favoriten herauszupicken, aber ich mache es trotzdem: Pia Volks „Als die Puppenhaut zerbrach“ hat mich am meisten berührt. Die größten Probleme hatte ich mit der Lyrik, manchmal extrem … experimentell, schwer fließend, häufig den Lesefluss bewusst stockend.

Diese Anthologie entstand durch die Ausschreibung zum Wiener Werkstattpreis 2015. Aus den Texten der 184 TeilnehmerInnen wählte man diese fünfzehn Beiträge aus. Und auch in diesem Jahr gibt es erneut eine Ausschreibung. Und wie man der Seite entnehmen kann, wird dieses Textbuch empfohlen, damit man sich eventuell etwas besser vorstellen kann, was „gesucht wird“.

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Ausschreibung zum Wiener Werkstattpreis 2016

Thema: Grenzüberschreitung

Einsendeschluss: 30. April 2016
Teilnahmekosten: 17 Euro (verbiligt: 12 Euro)
Alle weiteren Informationen auf werkstattpreis.at

tanz.zwischen.welten ist eine nette Anthologie, die wunderbar zeigt, wie unterschiedlich sich Autorinnen und Autoren einem Thema annähern können. Und hierbei muss man Schaden (bzw. dem ausschreibenden Team) gratulieren: Das Thema klingt nicht nur schön, sondern bietet unendliche Möglichkeiten, die Kreativität spielen zu lassen. Und wer Zeit, Lust und Fantasie hat, sollte beim Wettbewerb teilnehmen. Denn auch Grenzüberschreitung wurde wunderbar zum Thema des Jahres gewählt.

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Peter Schaden (Herausgeber)

tanz.zwischen.welten
Anthologie zum Wiener Werkstattpreis 2015

Edition FZA

Preis: Taschenbuch 12,90 Euro
104 Seiten
ISBN: 978-3-903104-02-0

Transparenz: Mir wurde auf Anfrage ein kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Veröffentlicht in Literaturheld

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