Lichterloh.

Sie lachen, als sie den kleinen Hügel hinauflaufen, diesen schmalen Weg, der über die Jahre hinweg entstanden ist, hinauf zum Höhepunkt, zur höchsten Stelle. Manche stolpern, aber niemand bleibt zurück. Immer wieder dieses Lachen, und das schwere Atmen, weil sie schon so lange Zeit laufen, hinauf, auf diesen Hügel, während hinter ihnen die Nacht in frischem Glanz erscheint. Gleich haben sie es geschafft, gleich sind sie am Ziel.

Lichterloh

Dieses Dorf, es schläft. Nur sie sind munter, sind voller Energie, sind glücklich und Florian ist der Erste, der oben ankommt, er blickt sich freudig um, blickt hinunter, auf die Häuserreihe, auf das Lodern der Flammen, auf diese pure Zerstörung, derer man nicht mehr Herr werden wird. Sie haben es getan, habe es gewagt, hatten den Mut, dieses Feuer zu legen, er hat sogar das entscheidende Zündholz geworfen und war sogleich vorgelaufen. Es ist vollbracht, und aus vollem Hals entflieht ihm ein lautes Lachen, nur unterbrochen von den Sirenen der aus der Ferne heraneilenden Feuerwehr. Sie haben keine Chance mehr, es ist alles gut geplant, es hat alles seinen Sinn. So soll es sein. So und nicht anders.

Mit einem Leuchten in seinen Augen blickt er sich nach seinen Freunden um, das Lachen ist verstummt, das schwere Atmen ebenso. Verzweifelt sucht er den Weg nach ihnen ab, verzweifelt erkennt er es.

Niemand wird mehr zu ihm kommen, niemand ist gestolpert, denn er hat sie alle zurückgelassen. Niemand hat es geschafft, außer ihm. Es war doch alles so gut geplant, es hatte doch alles seinen Sinn. Das hatte es doch. Das hatte es.


Die Idee für diese Geschichte entstammt einem Buch. Nur zur Information, nicht damit jemand sagt, ich hätte das geklaut. Das Szenario ist nicht meines, das Geschriebene hier hingegen voll und ganz.

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