Liebe.

Ich liebe.

Den Regen, wenn er nach heißen Tagen endlich die wohlverdiente Abkühlung bringt. Und auch den Blitz und seinen Donner, der die Welt für kurze Zeit erbeben lässt. Ich liebe die Nacht, weil all die Gedanken, die ich den Tag über produzierte, sich dann meist zu einem sinnvollen Etwas vermischen. Ich liebe Erdbeereis. Und die Stille. Ich liebe aber auch gute Musik, ich liebe das Aufeinandertreffen mit Freunden, aber ich liebe auch das Alleinsein. Und ich liebe die Sonne und ich liebe den Morgen. Meine Liebe funktioniert wohl nur mithilfe von Gegensätzen.

Außer bei uns beiden. Während ich durch und durch weiß, dass ich dich liebe, bin ich mir da bei mir nicht ganz so sicher. Ich versuche es, aber es gelingt mir nicht immer. Und kluge Menschen meinten einmal, dass man erst richtig lieben kann, wenn man es geschafft hat, sich selbst zu lieben. Dass das aber das Schwierigste an der ganzen Sache ist, darüber verloren diese Menschen leider kein Wort. Ich liebe es, wenn du über meine Witze lachst und mir durch meine Haare streichst, die du so an mir liebst. Ich liebe lange Autofahrten mit wunderbaren Songs aus den 90ern, die wir mit voller Imbrunst völlig neu interpretieren. Ich liebe meine Familie und meine Talente, meine Träume und meine Vergangenheit.

Das Besondere an der Liebe ist, dass sie nie verschwindet. Selbst wenn Menschen, die man liebte, aus dem Leben verschwunden sind, niemals verschwindet die Liebe, die man damals für sie empfand. Sie ist nicht sinnlos vergeudet worden, sondern hat für diesen einen Moment dem richtigen Menschen gegolten.

Und irgendwann, da bin ich mir ganz sicher, verfalle auch ich mir gegenüber Hals über Kopf der Liebe.

Bildquelle: fill / Pixabay

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