Das Schweigen.

Herbst

Unser Schweigen. Es. Es zerstört die Stille. Es zerstört die Nähe zwischen uns. Es zerstört jegliches Leben. Entzieht uns die Kraft, entzieht uns jede Möglichkeit, entzieht uns den Glauben. Unsere Blicke treffen sich nicht, wandern aneinander vorbei, laufen voreinander davon. Ich spüre dich, spüre deine Anwesenheit und deine Ablehnung, spüre meinen Wunsch nach Nähe und deinen nach Ferne. Wir haben versagt, haben geträumt und haben vergessen, zu leben. Wir hatten Erwartungen und Hoffnungen, hatten Pläne und Gefühle, doch jeder für sich. Niemand von uns hat je darüber gesprochen, wir haben geschwiegen. Haben kein einziges Wort darüber verloren, wollten nicht die Fassade zerstören, wollten uns nicht zerstören und sind daran gescheitert. Sind gescheitert, das zu sein, was wir uns gewünscht haben. Sind daran gescheitert, unsere Träume in die Tat umzusetzen, weil wir zweifelten. Wir hätten doch nur reden müssen, hätten doch nur mit Worten um uns werfen müssen. Hätten uns vielleicht verletzen müssen, hätten uns Schmerzen zufügen müssen. Doch dieses Schweigen, es tötet. Es tötet jegliches Empfinden. Dieses verdammte Schweigen.

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