Straße.

Für diesen kurzen Moment meines Lebens fühle ich mich vollkommen bei Sinnen. Ich habe keinen Filmriss, seit ich von diesem Café weggegangen bin. Gehe die Straße entlang, die voll verkümmerter Hetzmenschen ist. Weiche unachtsamen alten Menschen aus und helfe einer Frau mit ihrem Kinderwagen. Langsam zeigt sich die Sonne, durch die unzähligen Wolken hat sie sich hindurchgekämpft. Ich zähle die Strahlen, die meinen Körper berühren. Zähle die Wolken, die sich schon wieder vor den Wärmespender drängen.

Biege ab, und folge der viel befahrenen Straße, der Gehweg hat schon längst aufgehört zu exisitieren. Neben den rasenden Fahrzeugen wirke ich, mich durch das Banket und die Wiese kämpfend, wie eine Schildkröte auf verlorenem Posten. Manch einer bremst ab, wenn ich mal wieder zu weit auf den Asphalt komme, einige hupen. Ich setze unbeirrt meinen ungewissen Weg fort. Bis zu diesem einen Baum.

Plötzlich die Erkenntnis. „Das ist er, der Baum, der mir, im Straßengraben liegend, Schatten spendete.“, sage ich zu mir. Mehr weiß ich nicht. Aber genau da, dort, wo die Bremspuren des Fahrrades das Bankett uneben machen, da bin ich gelandet. Und ich lege mich wieder nieder, um zu versuchen, irgendwie zurückzufinden. Zu diesem Zeitpunkt. Als ich die Augen schließe, ist die Sonne schon wieder vollständig verschwunden und nur das Geräusch der Autos hält mich wach. Es kommt nichts. Alles ist noch genauso, wie ich es zurückgelassen habe. Doch die Vergangenheit bleibt verschlossen.

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