Keine Zeit.

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Tak, tak, tak.

Jede einzelne Sekunde als Metronomsintervall des Lebens. Tak. Als Verleiher eines Taktgefühls. Tak. Als Versuch einer Rekalibrierung, wenn man selbst nur mehr nach Bruchteilen getaktet zu sein scheint. Tak. Niemals Pause, niemals Stillstand, ewiges Tak. Ständige Erinnerung an die Vergänglichkeit. Tak. Vergängliche Erinnerung an die Beständigkeit. Tak. Der ewige Takt, der ewige Takt, das ewige Tak. Und selbst mit geschlossenen Augen, und selbst mit verschlossenen Ohren, man fühlt es in sich. Jedes Mal, wenn die Zeit eintausend Millisekunden gesammelt hat. Tak. Kein Ende in Sicht, obwohl das Ende so sichtbar ist. Tak. Und immer die Worte auf den Lippen: Keine Zeit. Tak. Obwohl so viele Sekunden, obwohl so viele Minuten, obwohl so viele Stunden, obwohl so viele. Tak. Keine Zeit, obwohl nur das Ende die Zeit aufhält. Nur das Ende das Tak beendet. Keine Zeit, bis man bereut, sich nicht ein Tak früher Zeit genommen zu haben.

Bildquelle: PublicDomainPictures / Pixabay

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