#13 • Selber lesen

Lange habe ich es hinausgeschoben, jetzt ist es aber endlich erledigt: Das Buch ist überarbeitet.

KindleVolleDistanz

Soll ich ehrlich sein? Ich habe das Projekt #sommerworte nur benutzt: Mein Plan war es, die 62 Texte für Juli und August so gut vorzuplanen, um mir dadurch Zeit herauszuspielen, um endlich einmal selbst Volle Distanz. Näher zu dir zu lesen. Nachdem ein ganz kleiner Kreis bereits dieses Vergnügen hatte, sollte aus der allerersten Rohversion vom November 2013 schließlich ein richtiges Manuskript werden, möglichst ohne Rechtschreibfehler, an nötigen Stellen gekürzt oder ausgebaut und überarbeitet mit all dem Feedback, das ich bisher bekommen habe. Aber ich hatte Angst. Und deshalb habe ich mich erst Ende August wirklich getraut, meine Nase in mein ganz eigenes Buch zu stecken.

Und? Ich bin begeistert. Das klingt jetzt natürlich überheblich, aber so soll es eben sein. Die Geschichte ist großartig, die Ausführung gelungen, die Sprache oft so schön, dass ich echt überrascht bin, dass diese Worte aus meiner Feder stammen. Ich habe während des Lesens eine innere Unruhe bekommen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht (und das, obwohl ich ja selbst Autor dieser Geschichte bin), ich habe eine Gänsehaut bekommen, ich habe mit Emily und Noah mitgefühlt. Das hat was, das macht mich stolz. Und statt den bisher immer eingeplanten 30 Kapiteln sind es schlussendlich sogar 31 geworden.

Was jetzt kommt? Ich werde mir das Buch mehrfach ausdrucken lassen. Um den Kreis zu vergrößern. Zwei ganz wichtige Personen, die sich auf einen Brief von mir freuen dürfen, sind zwei meiner ehemaligen Deutsch-Professorinnen an meinem Gymnasium. Die Eine erkannte sozusagen schon mit zwölf, dreizehn mein Talent, und in ihrer Stunde durfte ich sogar einmal ein paar Kapitel aus meinem damaligen Meisterwerk „Die ultimativen Vier und der Fluch der kreischenden Taube“ vorlesen. Die Andere hat mich dann durch die Oberstufe begleitet und ist mir sozusagen deswegen sehr ans Herz gewachsen. Die beiden sollen wissen, was ich geschafft habe. Und ich bin mehr als gespannt auf ihre Meinung zu meinem Buch.

Und neben einigen anderen Menschen, denen ich das Buch in diesem Zustand geben werde, sollen nun auch Verlage und Literaturagenturen davon erfahren. Eine Mitarbeiterin bei einem bekannten österreichischen Verlag hat bereits während des Entstehungsprozesses gemeint, dass sie es gerne lesen würde. Es wird also aufregend, das kann ich euch sagen. Und ich bin stolz und zufrieden, was aus meinem Herzensprojekt bisher so geworden ist. Vielleicht habe ich dieser Kolumne ja zu Unrecht den Namen „Maulheld“ gegeben.

3 Kommentare

  1. Ich weiß noch, wie du mit dem Buch angefangen hast – damals, kann man wohl sagen, ich schrieb noch unter „gestrandet*“ und gefühlt ist das ganz schön lange her. Deshalb wollte ich dir sagen: Dass es inzwischen fertig ist, freut mich sehr für dich. 🙂

    1. Oh, so schön wieder mal von dir zu lesen! Erinnere mich noch, als „gestrandet“ zu meinen Must-read-Blogs zählte (bevor es leise wurde).

      Ja, es ist schon einige Jährchen her, genauer gesagt, etwas mehr als sechs Jahre. 🙂 Und danke für die Mitfreude!

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