Die Tage vergehen

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Die Tage vergehen,
langsam doch fließend
und wir stolpern
lachend hinterher.
Was schert uns, was andere reden,
wir sind voller Pläne und Visionen
für das Leben vor uns.

Die Tage vergehen
immer schneller.
Stunde um Stunde,
Woche für Woche,
Jahr für Jahr.
Wir halten inne,
überrascht von dem Tempo.
Die Zeit vergeht
und wir stolpern hinterher.
Es ist noch so viel offen
von all unseren Plänen und Visionen.

Die Tage vergehen
und wir bleiben stehen.
Staunend nehmen wir wahr,
Teil der fließenden Zeit zu sein
statt Teil der Unendlichkeit.
Die Zeit dreht weiter,
Jahr um Jahr.
Wir blicken lächelnd auf das, was war.
All unsere Pläne und Visionen
von damals
neben dem Glück und Unglück der Gegenwart.

Die Tage vergehen
und das Leben mit ihnen.
Wir möchten halten, bewahren,
die, die uns geboren,
die, die mit uns waren.
Doch die Tage vergehen
und sie gehen mit.

Die Tage vergehen
und wir stehen da.
Geerdet, gereifter,
den Blick der Sonne entgegen.
Ruhig und dankbar,
hoffend und sehnend
aber auch bangend,
weil wir nicht wissen,
was sein wird,
wohin wir noch gehen.

Einander begegnet,
lachend und stolpernd.
Einander geschenkt,
als Anker im Fluß der Zeit.

Die Tage vergehen
und wir gehen mit.

Die Tage verwehen,
wir halten uns fest
und lassen doch los.


DSC_0484Doris Neuhofer

Reisende auf dem Weg durch die Zeiten. Lernende und Lehrende mit grobem Hang zu Kaffee.

Mehr von ihr gibts auf Espressi around the world und vor allem auf Twitter zu lesen.

2 Kommentare

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