Wann.

Wann

Du hältst ihn.
Hältst ihn fest.
Lässt ihn nicht fallen.
Wann. Ja wann.
Hältst du endlich einmal deinen Mund.

Du schließt.
Die Tür hinter ihm.
Schließt ein Kapitel ab.
Wann. Ja wann.
Schließt du endlich deine Augen und vergisst.

Du hörst.
Das Knarzen des alten Gemäuers.
Die Laute der Stille.
Aber wann. Ja wann.
Hörst du endlich einmal auf dich.

erstmals erschienen: 14. Juli 2008
Bildquelle: Attribution Some rights reserved by silent shot

2 Kommentare

  1. Ich hab grad, von Dir (na gut bei den Worten sollte ich eher Ihnen sagen) auf Neon gelesen und musste einfach weiterklicken, weil die Texte ja doch etwas älter waren und ich so gern wissen wollte, wie sich die Schreiberlei weiter entwickelt. Und ich muss sagen, ein wunderschöner Blog. So wirklich zum drin rum stöbern und fleißig geführt.
    Das Gedicht hier ist wirklich ganz groß. Vorallem laut gelesen, obwohl ich Angst habe, dass ich es falsch gelesen, falsch betont, irgendwas in die Richtung habe. Aber ich glaube auch, dass es zum laut lesen gemacht ist. Und muss einfach fragen was war hierbei die Inspiration?

  2. Vielen lieben Dank! 🙂 Zum Thema Inspiration: Nachdem das Gedicht bereits fast fünf Jahre alt ist, wird es wohl (wie so oft damals) unerwiderte, eigentlich vergangene Liebe gewesen sein.

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