Feuerland.

Feuerland

„Spürst du die Wärme?“ Das Feuer knistert unentwegt vor sich hin, manchmal gefolgt von kleinen Explosionen. Die Funken fliegen durch die Dunkelheit der Nacht. „Wie sie sich an dich schmiegt und dich am Leben erhält?“ Der Platz auf der Decke fühlt sich an wie das Paradies. Stille, soweit das Auge reicht. Bis auf das Feuer, welches sich unbändig nach oben zu kämpfen versucht. „Lass dich fallen, lass es zu.“ Die Flasche Bier, weit weg vom Lagerfeuer, damit sie keine ungenießbare Temperatur bekommt, ein Schluck, der Weg zurück zum Flaschenplatz. Diese Sommernächte, als würde es die Welt gut meinen mit einem. Der späte, langsame Sonnenuntergang, das unbändige Rot des Abendhimmels, die einnehmende Dunkelheit. „Das ist das Leben. Irgendwo ist immer ein Lagerfeuer. Irgendwo ist immer eine Stelle, an der du Zuflucht findest, die dich in sich aufnimmt.“ Im Kopf summt jemand die Melodie zu Wonderwall. Die Beine wippen mit, die Lippen folgen stumm der Musik im Kopf. „Du bist nicht allein. Es ist immer jemand für dich da, das weißt du doch.“ Das seltsame Kribbeln im Bauch, wieder eine kleine Explosion inmitten des Feuers. „Lass dich nicht unterkriegen.“ Ein letzter Schluck aus der Flasche, das Feuer lodert noch und irgendwann geht jeder seine Wege. Aber es stimmt wohl: So ein Lagerfeuer, ganz alleine, da fehlt etwas. Immer fehlt was.

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