Elisabeth Rank • Berührende Wortheldin

Wer bist du und wenn ja, warum?

Das ist eine große Frage. Ich bin Lisa. Elisabeth. 29 Jahre alt. Und wie das alles so passiert ist, kann ich mir auch nicht ganz erklären.

Und wie viel davon steckt in deinen Texten?

In meinen Texten stecke ich mit drin, aber selten in einem offensichtlichen Wort sondern meist als Mischung aus Eindrücken, Erfahrungen, Gesprächen, Bekanntschaften und Zeit irgendwo dazwischen.

Seit wann und warum schreibst du eigentlich?

Ich schreibe, seit ich schreiben gelernt hab. Also seit ich ungefähr 5 Jahre alt bin. Davor habe ich Quatschgeschichten erzählt. Danach habe ich einfach weitergemacht.

Was macht dich sprachlos?

Wenn mir jemand etwas gesteht. Wenn ich merke, dass sich gerade jemand überwindet, ehrlich zu mir zu sein.

Wo befindet sich dein kreativster Ort?

Wenn Wasser in der Nähe ist, kann ich das innere Tempo runterfahren und Platz machen. Dann kommen mir meistens die besten Ideen.

Wer oder was inspiriert dich?

Jeder Tag. Das klingt platt, ist aber so. Ich renne mit relativ offenen Augen durch die Welt, würde ich sagen. Das hilft. Ich schreibe und notiere mir viel.

Wie viele Entwürfe verstecken sich in deinem Blog?

2 oder 3. Ich schreib und publiziere direkt. Ich feile nicht ewig an den Texten, die im Blog landen. Mache ich in meinem Notizbuch ja auch nicht.

Bist du kreativer, wenn du glücklich oder wenn du traurig bist?

Das hat nichts mit glücklich oder traurig sondern eher mit Zeit und Platz im Kopf zu tun. Jede Stimmung sucht sich manchmal einen Weg nach draußen, da gibt es keine Präferenz.

Was ist dein ganz persönlicher, selbst geschriebener Herzenstext?

Ach du meine Nase. Ich habe vor allem Lieblingstexte von anderen.

Welche drei literarischen Blogger möchtest du empfehlen?

nachtwerfen.de / hotelmama.it / wolfgangherrndorf.de

Ich habe deine beiden bisherigen Bücher gelesen und war jedes Mal ganz besonders angetan und berührt. Vielleicht kannst du etwas erzählen, wie es zum ersten Buch gekommen ist: Wann war dir bewusst, dass da eine Geschichte in deinem Kopf lauert? Als mich mein Agent fragte, ob ich etwas zu erzählen hätte. Hatte ich. Wie lange hast du an „Im Zweifel für dich selbst“ (Link zur Rezension im Archiv) geschrieben? Neben meinem Studium ungefähr ein dreiviertel Jahr.  Wie kamst du in Kontakt mit dem suhrkamp nova Verlag? Über meinen Agenten. Und natürlich: Wie war das Gefühl, das erste eigene Buch in der Hand halten zu können? Unglaublich. – Und zum zweiten Buch: War all das mit „Bist du noch wach?“ (Link zur Rezension) einfacher? Vielleicht ist das wie mit Kindern (oder so, wie ich es mir mit Kindern vorstelle). Man denkt, man ist auf alles vorbereitet. Ist man aber nicht, weil’s immer wieder anders und neu ist. Was man am Ende vielleicht dazugelernt hat, ist vor allem Gelassenheit.

Weil man ja allzu gerne fragt, wie viel von dir in deinen Büchern steckt, will ich darauf verzichten (verdammt, Frage Nr 2. geht schon in die Richtung): Könntest du dir vorstellen, ein Fantasy-Buch zu schreiben? Also – ein Buch, vollkommen im Gegensatz zu den mitreißenden, berührenden und so nahen Geschichten wie bei deinen ersten beiden Büchern?

Ehrlich gesagt? Nein. Ich überlasse das Autoren, die das besser können als ich. Ich würde mir fürchterlich einen abstrampeln und verkrampfen. Irgendwie brauche ich beim Schreiben einen Bezug zu meiner, einer Realität.

Viele literarische Blogger träumen davon, du hast es bereits geschafft und veröffentlichst Bücher: Welchen Geheimtipp möchtest du uns auf den Weg geben?

Nicht aufhören. Publizieren. Das ist ja heutzutage einfacher als gedacht. Den eigenen Stolz überwinden. Auch den Anspruch, immer perfekt sein zu wollen. Gesteht euch zu, Fehler zu machen. Das hilft am meisten.

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