(Weißt du eigentlich, dass.)

(Weißt du eigentlich, dass.)
(Deine Augen, dein Lachen, deine Worte, dein Gesicht.)
(Sie rauben mir den Atem.)
(Lassen mich erstarren, machen mich ratlos.)
(Nie sollte jemand so viel Macht haben.)
(Niemals. Niemand.)
(Und so fehl ich den Worten, und so fehl ich dem Leben.)
(Regungslos.)
(Reibungslos.)
(Ahnungslos.)
(Und dann fragst du etwas, und ich kenne die Antwort.)
(Und dann antwortest du etwas, so ganz ohne Frage.)
(Und ich lächle.)
(Als wäre ich komplett bescheuert.)
(Aber es ist das Einzige, was ich tun kann.)
(Du lässt mir keine andere Wahl.)
(Du hast diese Macht, du hast sie.)
(Verdammtnochmal.)
(Du könntest mich ja auch einfach loslassen.)
(Ich könnte mich auch nicht mehr festhalten an dir.)
(Und alles wäre anders.)
(Aber wäre alles besser?)
(Wer weiß das schon?)
(Du wahrscheinlich.)

„Hörst du das?“, fragst du und schweigst für einen kurzen Augenblick. „Es ist mucksmäuschenstill“, flüsterst du.

(Wenn ich neben dir stehe, stehe ich komplett neben mir.)

„Mhm.“, antworte ich.

Bildquelle: Bestimmte Rechte vorbehalten von FUMIGRAPHIK_Photographist

Grenzüberschreitung • Peter Schaden (Hrsg.)

Dreizehn ausgesuchte Beiträge zum Wiener Werkstattpreis 2016 sind vor kurzem als Anthologie erschienen. Das Thema diesmal: Grenzüberschreitung.

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Herr Leitner und der 11. September 2001

Weißt du noch, was du am 11. September 2001 getan hast? Natürlich weißt du das. Jeder weiß es. Ich habe es auch fünfzehn Jahre später nicht vergessen – damals, als der Terror noch nicht per WhatsApp-Breaking-News-Nachricht einlangte und es noch kein Twitter gab, auf dem man erste Fakebilder sehen konnte, nur Sekunden nach dem Ende der Tat. Damals war vieles noch anders – aber der 11. September ist mir nicht nur wegen des Terrors in Erinnerung geblieben. Sondern auch wegen meines Papas und der Macht der Medien.

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Das neunte Wort. • *.txt

Mit dem neunten Wort werden wahrscheinlich über 200 Texte in diesem Jahr entstanden sein: Ein Wahnsinn! Es freut mich so sehr, dass immer noch jeden Monat zahlreiche Menschen mit dabei sind und nicht ganz alleine das Projekt toll finde.

Das neue Wort finde ich persönlich wieder sehr schön, vor allem, weil ich auf diese ganz stillen Texte gespannt bin. Daraus kann man so vieles machen und eure Kreativität beweist das Monat für Monat! (Wer übrigens per Newsletter übers neue Wort informiert werden möchte – hier entlang.)

txt9-2016-blog.jpg
Quelle: duden.de

Hier noch einmal ein kurzes How-To für dich:

  1. Das hier ist das Wort. Nutze es weise.
  2. Du schreibst einen Beitrag und veröffentlichst ihn in deinem Blog.
  3. Du trägst deinen Beitrag in dieses Formular ein.
  4. Dein Beitrag erscheint dann automatisch auf der Übersichtsseite für alle Beiträge.
  5. Ich poste dann in möglichst regelmäßigen Abständen, falls das von dir gewünscht ist (du kannst dich im Formular dagegen aussprechen) die einzelnen Beiträge auf der *.txt-Facebookseite und dem *.txt-Twitteraccount
  6. Am ersten Mittwoch im Februar kommt das nächste Wort – falls du automatisch benachrichtigt werden willst, kannst du einerseits natürlich diesem Blog folgen oder andererseits den *.txt-Newsletter abonnieren.

Los gehts! Ab in den herbstlichen Wald! Und schreiben!

Lesestoff • Ausgabe #9/2016

Leseheld92016.jpg

Lesen und gelesen werden. Das wollen wir ja die ganze Zeit hier. Deshalb habe ich wieder Blogs durchgestöbert nach guten Texten, nach berührenden Texten und auch nach Texten, die vielleicht anfangs ein bisschen verstören. Hier sind sie also, meine 15 Empfehlungen für den September.

  1. Wir sind der Club der Vollidioten – kathrinwessling.de
  2. Der letzte Weg – peteremrich.wordpress.com
  3. 160827 – ankegruenow.com
  4. Post 148238369327 – thepoemist.de
  5. Großstadtkleinmädchen. – anidenkt.de
  6. Zirpende Zirkaden – kreuzbergsuedost.wordpress.com
  7. Honigblond. – themagnoliablossom.wordpress.com
  8. – bärnthaler.net
  9. Vierhundertsechzig – ohne.website
  10. Schiefergrau – readonmydear.wordpress.com
  11. Post 149376921971 – sophiamandelbaum.de
  12. 10 – blog.minusgold.org
  13. Etwas, das Julia heißt – milchhonig.wordpress.com
  14. Husky – verschreibungen.wordpress.com
  15. Post 145197053802 – impossibilityoflove.tumblr.com

Augen auf.

Augen auf
Für die Tragödie
Für das Sterben auf Zeit
Für den jährlichen
Todeskampf
Ohne Aussicht
Auf Rettung
Auf ein „Diesmal nicht“
Sondern die Gewissheit
Dass es auch heuer
Wieder soweit ist.

Augen auf
Für diesen Mut
Der nahenden Gefahr
In dieser Form
Gegenüber zu treten
Verpackt in die
Schönsten Farben
Als wäre nichts traurig daran
Als müsse man feiern
Dass es vorbei ist
Was gefühlt
Gerade erst begann.

Augen auf
Weil nichts es
Am Ende niemals
Einfach ist und weil es
Am Ende wohl am meisten
Schmerzt einfach
Loszulassen.

Aber sieh doch,
Augen auf.

Nur so kann
In ein paar Monaten
Wieder Neues erwachen.